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Kinderärztliche versorgung in der grafschaft nicht gesichert?

Pünt-Kohoff: „Landkreis und Kassenärztliche Vereinigung müssen Lösungen finden“

Pressemitteilung, 4. september 2026

„Familien, die neu in die Grafschaft ziehen, berichten zum Teil von einer sehr langen Suche nach einem Kinder- und Jugendarzt. Auch bei psychotherapeutischem Bedarf sind die Wartezeiten häufig lang, teilweise beträgt die Wartezeit mehr als ein Jahr. Das führt dazu, dass psychosoziale Beratungsstellen verstärkt angefragt werden und dort ebenfalls lange Wartezeiten entstehen“, sagt Silvia Pünt-Kohoff, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Für sie ist klar: „So kann es nicht weitergehen. Landkreis und Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) müssen gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Für die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit am 2. September 2026 hat Pünt-Kohoff deshalb einen umfangreichen Fragenkatalog an die Kreisverwaltung gerichtet. Die KVN liefert dazu entsprechende Daten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die ambulante ärztliche und psychotherapeutische Versorgung in der Grafschaft tatsächlich aussieht. Bilden die offiziellen Zahlen die Situation vor Ort realistisch ab? Nehmen die Praxen noch neue Patientinnen und Patienten auf? Und welche Möglichkeiten hat die KVN, um die Versorgung zu verbessern? Auch Erfahrungen aus anderen Regionen sollen betrachtet werden.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte (BVKJ) warnt seit Längerem vor zunehmenden Engpässen bei der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Für die SPD hat deshalb gerade die kinderärztliche Versorgung einen hohen Stellenwert. Die Grafschaft soll eine attraktive Region für Familien sein und auch für Familien, die neu hierherziehen, gute Bedingungen bieten.

„Wir müssen herausfinden, wo wir konkret ansetzen können, um die Situation in der Grafschaft zu verbessern“, so Pünt-Kohoff abschließend.